Liebe Freunde, Bekannte und Kunden. 

 

Ich möchte auf diesem Wege mal ein persönliches Statement über meine Tätigkeit und warum ich diese Tätigkeit ausübe abgeben.

 

Ich bin am 06.01.1960 in Brake geboren und in Rodenkirchen aufgewachsen.

Nach meinem Schulabschluss in der Realschule Rodenkirchen, was mir einen guten Schulabschluss verschaffte, suchte ich eine Lehrstelle im technischen Bereich, da ich auch sehr gut in Physik war und ich ein großes technisches Verständnis hatte.

 

Auf drängen meiner Eltern begann ich ein 1 jähriges Praktikum beim Katasteramt Brake und besuchte nebenbei die Fachoberschule in Delmenhorst. Anschließend die 12. Klasse Fachoberschule in Oldenburg, Fachbereich Vermessungstechnik.

 

Nur war es so, dass Vermessungstechnik nichts mit Elektronik zu tun hatte und mir das Thema auch zu langweilig war. Polygonpunkt Berechnung mit immer der selben Formel, nur mit verschiedenen Werten war nichts für mich.

 

Ich brach die 12. Klasse kurz vor Ende ab und war froh, dann die damalige Wehrpflicht bei der Bundeswehr zu absolvieren. Ich wurde als Dispatcher in der Flugsicherung bei der Luftwaffe in Jever eingesetzt. Ich muss zugeben, dass es interessant war. Hatte aber bei Ablauf meiner Wehrdienstzeit ein Ende.

 

Nach Ende der Wehrzeit, hatte ich aber noch keine abgeschlossene Berufsausbildung und begann eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann.

 

Nach vorzeitigem Abschluss und einiger kurzfristiger Jobs im kaufmännischen Bereich, speziell Buchhaltung, was auch schlecht bezahlt wurde, arbeitete ich bei Bergmann Kabelwerke in Brake als Maschinenführer. Das wurde schon um einiges besser bezahlt.

 

Im Januar 1984 wechselte ich dann in den privaten Sicherheitsdienst im Kernkraftwerk Unterweser. 3 Jahre nach Abschluss meiner IHK Prüfung ging ich dann nach München in den privaten Sicherheitsdienst.

 

Meine Verlobte, jetzt mit Ihr fast 30 Jahre verheiratet arbeitete erst als Empfangsdame, zwischenzeitlich im Callcenter bei DF1 dann Premiere und anschließend als Empfangsdame bei der Hypo Real Estade. 

 

Ich arbeitete in Wechselschicht Tag und Nachtschicht bis zu 300 Stunden im Monat bei der Allianz Hauptverwaltung in München Sicherheitszentrale, Raab Karcher Sicherheit Notrufzentrale, Eon, DZ Bank, Flughafen München und als Vertriebsmitarbeiter Raab Karcher Sicherheit Technik in meist Führungspositionen.

 

Ich verdiente nicht schlecht, bis die ganzen ostdeutschen Firmen in München einfielen und die Tarife kaputt machten.

 

Mein Arbeitgeber verlor einen Auftrag nach dem anderen gegen die Billigfirmen und meine Bezahlung wurde nicht besser.

München aber wiederum immer teurer. Allein das Gehalt meiner Frau ging nur für die Miete drauf.

 

Letztendlich lief ich bedingt durch den extremen Schichtdienst und der Vielzahl an Arbeitsstunden wie ein Schlafwandler durch die Gegend.

Ein Privatleben mit meiner Frau fand kaum statt. Gemeinsame Urlaubsplanungen waren sehr schwierig.

 

2006 schmiss ich das Handtuch und kam mit meiner Frau in meine Heimat zurück.

 

Ich bin dann wieder im privaten Sicherheitsdienst im Kernkraftwerk Unterweser angefangen, bekam aber immer nur zeitbedingte Arbeitsverträge nach Auftragslage.

 

Nach der Abschaltung des Kernkraftwerks wurde ich daher erst Arbeitslos und rutschte dann in Hartz IV.

 

Aufgrund des vorherigen, gerade in München extremen Schichtdienstes und mittlerweile Vorerkrankungen, wie z.B. Alterszucker, Bluthochdruck und Weiterem bin ich nicht mehr vermittelbar. Meine Frau aufgrund einer 1994 aufgetretenen Autoimmunerkrankung auch nicht.

Sie arbeitete noch Vollzeit bis 2006.

 

Als wir 2006 von München zurückkamen, wollte ich das Geld verdienen. Meine Frau blieb Zuhause.

Was im Nachhinein ein Fehler war. Da sie über 3 Jahre nicht mehr in die Rentenkasse einzahlte, verlor sie den Anspruch auf Frührente.

Hätte sie sich Arbeitslos gemeldet, wäre das nicht der Fall. 

 

In Frührente kann ich auch nicht gehen, da ich laut Amtsarzt noch 3-6 Stunden am Tag arbeiten könnte. Aber laut dem was ich noch machen könnte eigentlich gar nichts machen kann. Was für ein Widerspruch.

 

Zumindest kann ich auf eine einigermaßen hohe Rente hoffen. 

 

Da mir bei Hartz IV aber die Decke auf den Kopf fällt, bot ich kostenlose Computerhilfe im Rahmen meiner Möglichkeiten an.

Als ich aber meine Dienstleistung gegen eine kleine Aufwandsentschädigung wegen meiner Unkosten anbot, und das auf Facebook postete, wurde ich von jemandem beim Jobcenter denunziert.

Worauf ich gleich ein Schreiben vom Jobcenter erhielt.

 

Ich habe dem Jobcenter schriftlich eine Stellungnahme geschrieben, woraufhin ich erst einmal Ruhe hatte und die kostenlose Dienstleistung einstellte.

 

Später überlegte ich mir, Nein, ich lasse mich nicht Kleinkriegen.

 

Ich meldete ein Kleingewerbe an.

 

Hat zwar für mich Mehraufwand, Buchführung, Finanzamt, Versicherung, Raumkosten, bezahlte Website und Investitionen, aber ich könnte offiziell den Leuten helfen und noch ein paar Euro dazu verdienen. 

 

Wer aber denkt, ich könnte davon Leben, irrt sich gewaltig. 

Die Aufträge, die ich im Monat erhalte, lassen sich an einer Hand abzählen.

 

Derzeit fahre ich abzüglich meiner Betriebskosten noch im Minus.

 

Meine Kunden sind hauptsächlich aus der älteren Generation, deren Kinder oder Enkel keine Lust oder Zeit haben, sich darum zu kümmern.

 

Die jüngeren kennen sich meist aus und wissen sich selber zu helfen.

 

Ab und an, kann ich aber aufgrund meiner über 25 jährigen Erfahrung auch denen helfen.

 

Das Ganze ist aus einem Hobby , was ich seit 1995 betreibe entstanden. Ich verfüge nicht nur über Wissen, sondern auch Erfahrung, was das betrifft.

 

Und, das wichtigste, da ich mich auch immer wieder über neue Sachen in der Computertechnik informiere, hält es meinen Geist jung.

Ich freue mich auch jedes mal, wenn ich jemanden helfen konnte, ohne dass der, oder diejenige viel Geld ausgeben musste.

 

Meine Google Rezensionen sprechen für sich. 

 

Viele meiner Kunde waren während einer Reparatur auch die ganze Zeit dabei.

 

Bei Wartezeit gibt es bei mir auch Kaffee, Tee, oder Kaltgetränke und bekommen nebenbei noch Tipps und Tricks im Umgang mit Computern vermittelt.

 

Aber Mitte 2025 gehe ich in Rente nur leider muss ich noch warten, bis meine Frau in Rente geht, da meine Rente ihrem Hartz IV angerechnet wird.

Das bedeutet, dass mehr Geld zur Verfügung steht, wenn ich mittlerweile 71 bin.

 

Ich bin und bleibe aber weiterhin Optimist.

 

Herzlichst Ihr Ralph Moorth